Autoritäre Führung hat ausgesorgt
Mitarbeiterführung

Autoritäre Führung hat ausgesorgt

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Wir haben schon viel über die Veränderungen gesprochen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Die Entwicklungen verlangen auch von den Chefs, sich anzupassen.

Routinen aufbrechen

Mit der Digitalisierung müssen sich Chefs auf schnell ändernde Märkte einstellen. Produkte und Dienstleistungen müssen vernetzt und kundenorientiert gestaltet werden. Gleichzeitig müssen sich nicht nur Angestellte, sondern auch die Chefs, steigenden Anforderungen stellen. Eine Studie des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ) hat herausgefunden, dass 47 Prozent der Führungskräfte glauben, mit der zunehmenden Digitalisierung steige der Druck auf ihre Person und dass sie schneller entscheiden und handeln müssen. Oft verfallen Führungskräfte unter diesen Umständen dann in einen autoritären Führungsstil. Dabei ist Druck als Führungsmittel eher veraltet. Besonders in der modernen Zeit der Digitalisierung sollten eher kooperative Führungsstile angewendet werden. Damit das funktioniert, müssen in Unternehmen alte Routinen aufgebrochen werden. Große Unternehmen haben hier oft einen Vorsprung, brauchen aber in der Umsetzung länger, sodass auch kleine und mittelständische Unternehmen Chancen haben.

Der Chef als Partner

Aus der Studie des IFIDZ ergeben sich weitere interessante Aspekte für Führungskräfte in der Digitalisierung.  65 Prozent der befragten Führungskräfte glauben, dass vernetztes Denken immer wichtiger für das Führen von morgen wird.  68 Prozent sehen als Voraussetzung dafür den Austausch von Informationen. Genau an diesem Punkt waren die Mitarbeiter oft schneller als die Unternehmen und starteten eine kleine digitale Revolution. Sie nutzten Apps und Tools, vernetzten sich und wurden so produktiver. Nicht alle Unternehmen erkannten den Wert dieser Vernetzung. Sie versuchten alte Strukturen beizubehalten, meistens erfolglos. Hinter dem Wunsch der Unternehmen nach den alten Strukturen steht die Angst vor einem Kontrollverlust. Das gilt immer noch als Zeichen für Schwäche in der Führung. Dabei sind Mitarbeiter produktiver und motivierter, wenn sie Mitsprachemöglichkeiten haben.  Außerdem sind sie stärker an das Unternehmen gebunden. Hier sind ganz klar die Chefs im Vorteil, die einen kooperativen Führungsstil pflegen.

Mitarbeiterzufriedenheit wird in Zukunft ein immer wichtigeres Stichwort für Führungskräfte sein. Längst entscheiden hier nicht nur monetäre Anreize, sondern die gesamte Arbeitsatmosphäre. Teilweise setzen Chefs schon auf sogenannte Feel-Good-Manager. Diese sollen sich um die Belange der Mitarbeiter kümmern und für eine umfänglich gute Arbeitsatmosphäre sorgen.

Der Chef der Zukunft

Die Digitalisierung stellt alle Akteure in einem Unternehmen vor Herausforderungen. Das betrifft natürlich auch die Chefs. Autoritäre Führungsstile gehören der Vergangenheit an und vergraulen eher die Mitarbeiter. Die Chefs der Zukunft haben einen kooperativen Führungsstil und binden die Mitarbeiter durch Mitbestimmung und Zufriedenheit dauerhaft an das Unternehmen.

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