Feel-Good-Manager in Unternehmen: Clown, Therapeut und noch viel mehr
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Feel-Good-Manager in Unternehmen: Clown, Therapeut und noch viel mehr

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Das Berufsfeld der Feel-Good-Manager ist noch relativ neu. Oft sind sie noch unbekannt in den Unternehmen. Dabei können sie einen entscheidenden Teil zum Unternehmenserfolg beitragen.

Was machen Feel-Good-Manager?

Arbeitsrechtlich gesprochen hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Angestellten in Hinblick auf Gesundheit und Leben. In aller Regel sind damit aber nur die Arbeitsmittel, wie ein Helm oder andere Schutzausrüstung, sowie die Arbeitsumgebung gemeint. Natürlich sollen so auch die einzelnen Mitarbeiter geschützt werden, das Hauptaugenmerk liegt aber ganz klar in der Sicherung der Betriebsabläufe.

Mittlerweile setzt in Unternehmen aber ein Umdenken ein. Die steigende Belastung durch Stress und die Anwesenheit auf Arbeit trotz Krankheit kostet Unternehmen nämlich ein Vermögen. 2.400 Euro sollen es pro Mitarbeiter und Jahr sein.

Genau an der Stelle setzen Feel-Good-Manager an. Sie sollen nicht nur dafür sorgen, dass die Angestellten arbeiten, sondern dass sie sich wohlfühlen und ein gutes Betriebsklima entsteht. Wer jetzt zuerst an eine Art Pausenclown denkt, liegt weit daneben. Die Aufgaben eines Feel-Good-Managers sind sehr vielfältig. So organisieren sie beispielsweise tägliche Joggingrunden, sorgen für einen gefüllten Obstkorb im Pausenraum, organisieren Teamaktivitäten und Feedbackgespräche, aber haben auch mal ein Ohr für die privaten Probleme der Mitarbeiter.

Derzeit sind Feel-Good-Manager noch Exoten auf dem Arbeitsmarkt. Eine eigenständige Ausbildung oder einen Studiengang gibt es noch nicht. Interessant ist dieser Beruf beispielsweise für Wirtschaftswissenschaftler, die viel mit Personalwesen zu tun hatten, oder auch für Psychologen. Viel wichtiger ist jedoch die persönliche Eignung. Wer sich für eine Stelle als Feel-Good-Manager interessiert, sollte teamfähig und offen sein, andere Menschen begeistern können, gute Fähigkeiten im Konfliktmanagement haben und außerdem ein Organisationstalent sein.

Warum sollten Unternehmen einen Feel-Good-Manager haben?

Die Idee eines Wohlfühlmanagers klingt zunächst sehr altruistisch. Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, sind jedoch motivierter, kreativer und innovativer. Dadurch bauen sie eine engere Beziehung zu ihrem Arbeitgeber auf. Dieses Konzept lässt sich auch zur Gewinnung von Fachkräften nutzen, denn längst sind monetäre Anreize nicht mehr das alleinige Kriterium für eine Jobwahl. Die Mitarbeiter werden loyaler, so dass weniger Fluktuation entsteht. So bleiben Teams auch über längere Zeiträume stabil. Andernfalls sinkt der Krankenstand und die inneren Kündigungen. All diese Faktoren schlagen sich letztlich auch in den harten Unternehmenszahlen wieder und können so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Der Geschäftsführer des Dortmunder Start-Up-Unternehmens Uniq sagt beispielsweise gegenüber dem Handelsblatt, dass die Stelle des Feel-Good-Managers komplett refinanziert wäre, wenn dadurch jeder Mitarbeiter nur 1,66 Prozent mehr Leistung bringt.

Der Exot kann wichtig werden

Die Wohlfühlmanager sind aktuell noch Exoten in der Arbeitswelt. Ihr Einfluss auf das Empfinden der Mitarbeiter und das Betriebsklima kann aber sehr groß sein. Dieses Erleben der Mitarbeiter wirkt sich dann auch auf den Erfolg des Unternehmens aus.

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